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... mein Leben lang habe ich geträumt, den Hintern in die Luft zu heben ("les fesses en l’air": ein lustiger Ausdruck für den Geschlechtsakt d.Ü) sang Jaques Dutronc. Und nun ist daran bald nicht mehr zu denken: aus dem Miami Herald erfahren wir, dass das amerikanische Innenministerium immer mehr Drohnen einzusetzen gedenkt, diese Flieger mit den langen Flügeln, die keine Piloten haben und weder Bord- noch Backbord-service ...

Die neuen Raubvögel sollen vorallem entlang der Grenzen fliegen und die Meere überwachen (I join the Navy to see the world! And what did you see??? I saw the sea...). Die Armee hat in eine ultrahoch entwickelte neue Generation solcher Maschinen investiert und rechtfertigt die ausgegebenen Unsummen damit, dass Schmugglern das Handwerk gelegt werden soll. Bekümmerte Geister meinen aber, dass es auch um Grenzgänger ohne Papiere, auf der Suche nach einem besseren Leben, gehe...

Glaubt man den Planern, so kann der neue, mit Radar, Kameras und Bewegungsdetektoren ausgestattete Apparat alles. Warum nicht auch seinen Zielpersonen eine Tasse Kaffee servieren? Sagen wir so eine Art Amme für Wegläufer sein? Das erste Stück der Serie wird in Florida im kommenden Januar starten. Unmittelbar danach folgt ein zweites über dem Golf von Mexiko, wo das Meer so blau und die Piraten so sympathisch scheinen.

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Die drei Mädchen, die da auf der Titelseite der Jerusalem Post vom selben Datum lächeln, können sich problemlos für die Flugbegleiterinnenlaufbahn bewerben, trotz ihrer Uniformen ohne falsche Fältchen... Die drei jungen Frauen sind die Töchter eines verstorbenen Chronisten der Zeitung, eines Menschen von beißendem Witz, dem seine Nachkommenschaft immerfort eine Anregung war. Echte Drillinge, die sich die Devise der drei Musketiere buchstäblich zu eigen machten: Alle für eine, eine für alle. Insbesondere, wenn man in der Schule bei der Anwesenheitskontrolle aufzustehen hatte, dann nämlich anstelle der(er), die gerade schwänzte(n)... Diese kleine Widerstandstat war Papas Stolz.

Aber nun ist der Papa tot und aus den Kleinen sind hochgewachsene junge Frauen geworden, die ihre rebellische Haltung abgelegt haben und in die israelische Armee eingetreten sind, nachdem sie zusammen die Militärschule, das Jerusalemer Gymnasium, ihr weiteres Studium auf der Militärakademie des Jordantales absolviert haben und sich immer auch zusammen die gleichen existentiellen Fragen gestellt haben: wir sind gläubig, dürfen wir Waffen tragen? Der Journalist, der sie interviewte, hatte etwas Mühe, einfache Antworten zu erhalten: zu jeder Frage war die Antwort ein Satz, der in drei Teile zerfiel, das Subjekt sprach Odelia, das Verb kam von Nomi und Donna äußerte den Schluss.

Die jungen Damen konnten leider nicht demselben Regiment zugewiesen werden. Aus ists mit der Zaubernummer, wenn zum Apell geblasen wird...

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