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Mehrere Pferdeexperten haben sich die Mühe gemacht, mich einschlägig zu bilden und haben mir die schreckliche Hekatombe im venezolanischen Stall enträtselt: zunächst einmal gilt für das Biodyl, das inkrimierte Stärkungsmittel (eine Mischung aus ATP, Magnesium- und Kaliumaspartat, Natriumselenit, Vitamin B12), dass die amerikanische Gesundheitsbehörde es zwar nicht gutheißt, und es in den Vereinigten Staaten auch nicht hergestellt wird, jedoch nicht verboten ist. Das Mittel wird, scheint es, quasi überall verwendet, vornehmlich bei Turnierpferden, die lange Transportwege zwar verschiedenster Art, aber immer unbequem für die Tiere, ertragen müssen. Das Biodyl begrenzt die muskulären Auswirkungen allzu langer Immobilität. Der Tierarzt der venezolanischen Equipe hat also eine in Florida bekannte Apotheke beauftragt, ihm die Mixtur herzustellen, woraus er in keiner Weise eine Geheimnis gemacht hat. Nur die Dosierung war fatalerweise falsch: wie es scheint, war entschieden zuviel Natriumselenit enthalten, was blitzartig innere Blutungen hervorgerufen hat. Ein bedauerliches menschliches Versagen, heißt es, nur hat diese Apotheke bereits im letzten Jahr ein ähnliches Vorkommnis zu verzeichnen, nämlich mit Pferden aus New York (drei blieben auf der Strecke). (Wenn Sie wirklich alles genau wissen wollen, schauen Sie sich das Video der Los Angeles Times an.). Jetzt ist eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet... Wer hat seine Hand im Spiel, Chavez oder die CIA?