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Dies Bild will ich für das Jahr 2008 im Kopf behalten: ein "dickes Glück", und apriori ein optimistisches. Diese beiden runden Hinterteile, das eine groß, das andere klein, die sich im klarblauen Wasser tummeln, bezaubern mich. Es sieht so aus, als machten sie sich in große Tiefen auf und davon, in die absolute Freiheit. So der Schein, eine Allegorie für den Anfang des Jahrhunderts...

Die Wirklichkeit ist weniger glückverheißend. Die Süddeutsche Zeitung, das sehr seriöse und anerkannte bayrische Blatt, berichtet von einer ganz anderen Geschichte: im Berliner Zoo kam das 50te Flusspferdbaby seit 1945 auf die Welt. Gewiss, die Lebensbedingungen sind hier besser als anderswo, und der Zoo hat ein geradezu mythisches Renommé, vorallem was seine Flusspferde und Bären angeht: in Nachkriegszeiten opferten die Berliner ein Teil ihrer Lebensmittelkarten für Knautschke, den Hengst dieser Wasserpferde, der mit seiner zahlreichen Nachkommenschaft nationalen Ruhm erreichte. Und neuerdings erging sich das ganze Land in Zärtlichkeiten für das Bärenjunge Knut, das von seiner Mutter verlassen wurde, weil eine Bärin außerhalb ihrer natürlichen Umgebung ihre Brut ablehnt.

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Kathi, die schöne Flusspferdmutter ist schon zusehr an ihren goldenen Käfig gewöhnt: es scheint, dass sie ihr Baby gut ernährt: es ist gerade mal 4 Wochen alt und wiegt schon 50 Kilo. Die Zeitung ruft uns ins Gedächtnis: Flusspferde stehen auf der roten Liste bedrohter Arten und schon am Ende des 19 Jahrhunderts kämpfte Tiervater Alfred Brehm für ein Ende der Jagd auf die so besonders miteinander umgänglichen Tiere.