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Wir nehmen den Faden wieder auf. Dies jedoch mit der Nachricht, dass der Faden zwischen Juri Ljuschkow und seinen ehemaligen Beschützern gerissen ist . Im verdeckten Krieg, den sich Premierminister, Ex-Präsident und aktueller Präsident, Kandidat für die eigene Nachfolge liefern, hat Medwedjew eine Schlacht gewonnen. Er hat den Moskauer Bürgermeister mir nichts, dir nichts seiner Ämter enthoben. In einer Art und Weise, die so gar nicht zu dem Look des perfekten Schwiegersohns oder Klassenprimus’ Dimitri Medwedjew zu passen scheint.

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Aber diejenigen, die die Karriere dieses noch jungen Mannes seit seiner Vorstellung beim Davoser Forum verfolgt haben, haben verstanden, dass er nicht einfach eine Marionette ist. Sowohl die Financial Times wie auch die Washington Post meinen: die Entlassung des Moskauer Bürgermeisters durch den Kreml soll der Welt und Russland zeigen, dass zur ungeteilten Macht Wladimir Putins eine Alternative besteht. Der arme Juri beschwert sich derweilen. Er wird wohl noch eine geraume Zeit lang sein luxuriöses Chalet in Österreich bewohnen (wenn nicht gar Kühe hüten) müssen, bis er seinen Verlust verschmerzen und zur Abgeklärtheit eines alten Weisen kommen kann...

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Wie diese wundervolle Japanerin von 114 Jahren, die als die älteste Dame im Reich der aufgehenden Sonne gilt. Sie wurde am 20 November 1896 geboren und hat nicht einmal viele Falten. Und wenn ich bedenke, was seit ihrer Geburt alles passiert ist, schwindelt mir: sie hat den russisch-japanischen Krieg von 1905 erlebt, den zweiten Krieg mit China 1937, sie hat gesehen, wie Kamikazeflieger amerikanische Ziele bombardierten, sie hat 1945 die Atombomben überlebt, sie war da, als die japanische Rote Armee ihre Terrorakte vollführte, und sie entkam der Sarin-Gas-Attaque der Aumsekte in der Tokyoer Metro... Und trotzdem lächelt sie noch immer...