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	<title>Le Quichote</title>
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		<title>Le Quichote</title>
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		<item>
			<title>Zur H&#246;lle mit der Schule und obendrein den Lehrern ! Es lebe die Ferienzeit...</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Zur-Holle-mit-der-Schule-und</link>
			<dc:date>2010-07-15T13:22:29Z</dc:date>
			<description>Sind unerlaubterweise M&#252;cken in Ihr F&#252;nf-Sterne-Hotelzimmer eingedrungen ? Hat Ihre Reiseagentur sich nicht gen&#252;gend um das Ambiente f&#252;r Ihre Ferien auf den Bahamas gek&#252;mmert ? St&#246;rt Sie das Ger&#228;usch mit dem die Ankerkette ihres Superkreuzfahrtschiffs gegen den Bug schl&#228;gt, oder h&#228;tten Sie lieber statt eines Fensters ein Bullauge gehabt ? Waren Sie zwei Tage lang ohne warmes Wasser in einer 3-Sterne-Residenz ? Konnten Sie in der T&#252;rkei das heimatliche Lieblingsfernsehprogramm nicht sehen ? (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1804 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20134857260a4970c.jpg&quot; title='JPEG - 115.7 ko' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH368/6a00d83452081969e20134857260a4970c-500wima-dd4fa.jpg' width='500' height='368' alt='JPEG - 115.7 ko' style='height:368px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Sind unerlaubterweise M&#252;cken in Ihr F&#252;nf-Sterne-Hotelzimmer eingedrungen ? Hat Ihre Reiseagentur sich nicht gen&#252;gend um das Ambiente f&#252;r Ihre Ferien auf den Bahamas gek&#252;mmert ? St&#246;rt Sie das Ger&#228;usch mit dem die Ankerkette ihres Superkreuzfahrtschiffs gegen den Bug schl&#228;gt, oder h&#228;tten Sie lieber statt eines Fensters ein Bullauge gehabt ? Waren Sie zwei Tage lang ohne warmes Wasser in einer 3-Sterne-Residenz ? Konnten Sie in der T&#252;rkei das heimatliche Lieblingsfernsehprogramm nicht sehen ? M&#252;ssen Sie zehn Minuten zu Fu&#223; zum Strand gehen, w&#228;hrend Ihnen der Prospekt die F&#252;&#223;e gleich im Wasser versprach ?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Kurzum, verderben Ihnen winzige Kleinigkeiten den Genuss f&#252;r den Sie das ganze Jahr geschuftet haben ? Begeben Sie sich unbedingt sofort nach &#214;sterreich. Dort sichern die Gerichte &#228;rgerlichen Urlaubern, die jede kleine Unvorhergesehenheit ihrer heiligen Ferienreisen ablehnen, immer mehr Entsch&#228;digungsansp&#252;che zu. In den oben zitierten, h&#246;chst skurrilen F&#228;llen wurden 5 bis 10% Minderung der anf&#228;nglichen Preise erreicht. &quot;Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Geldes nicht wert&quot; sagte man fr&#252;her...&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1806 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013485726150970c.jpg&quot; title='JPEG - 28.4 ko' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L300xH450/6a00d83452081969e2013485726150970c-300wirc-d0b87.jpg' width='300' height='450' alt='JPEG - 28.4 ko' style='height:450px;width:300px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Solche kleinen Unannehmlichkeiten w&#252;rde es nicht geben, wenn wir das ganze Jahr &#252;ber Ferien h&#228;tten. Wie die Personen im wunderbaren Roman des seeligen Albert Cossery &quot;Nichtstuer im fruchtbaren Tal&quot; (&quot;Les fain&#233;ants dans la val&#233;e fertile&quot;). In jener Familie an den Ufern des Nil ist man Rentier seit Generationen, gl&#252;cklich und stolz bis dies harmonische sch&#246;ne Leben durch die Eskapaden des j&#252;ngsten Nachkommen durcheinander gebracht wird. Der hat sich n&#228;mlich in den Kopf gesetzt, in der Fabrik arbeiten zu wollen. Geht also jeden Morgen unter den entsetzten Blicken der Seinigen aus dem Haus und die suchen nach Mitteln, seine Pl&#228;ne zu durchkreuzen. Sie brauchen sich nicht sonderlich anzustrengen : der Arbeitsanw&#228;rter schl&#228;ft jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit ein...&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ein ausgezeichneter Lesestoff f&#252;r die Ferien, f&#252;r die ich Ihnen nur das Allerbeste w&#252;nsche, bevor auch ich mich jetzt aufmache ins Gr&#252;ne !&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Widerw&#228;rtig : mit 85 Jahren nicht weniger &#252;berheblich</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Widerwartig-mit-85-Jahren-nicht</link>
			<dc:date>2010-07-15T12:32:47Z</dc:date>
			<description>Mit fester, wenn auch etwas weniger milit&#228;rischer Stimme, als zu Zeiten seines Ruhmes, bittet Jorge Rafael Videla ums Wort. Der Major im Ruhestand war seinerzeit der Anf&#252;hrer der m&#246;rderischen Milit&#228;rjunta im Argentinien der 80er Jahre. Seit Beginn seines neuerlichen Prozesses in Sachen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zappelt er vor Ungeduld, diesen kleinen, von ihm nicht anerkannten Richtern das Maul zu stopfen. &quot;Sie k&#246;nnen mich nicht richten, im Zweifel ist das Sache von Leuten meines (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1800 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013485498343970c.jpg&quot; title='JPEG - 46.2 ko' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH315/6a00d83452081969e2013485498343970c-500wima-c337e.jpg' width='500' height='315' alt='JPEG - 46.2 ko' style='height:315px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Mit fester, wenn auch etwas weniger milit&#228;rischer Stimme, als zu Zeiten seines Ruhmes, bittet Jorge Rafael Videla ums Wort. Der Major im Ruhestand war seinerzeit der Anf&#252;hrer der m&#246;rderischen Milit&#228;rjunta im Argentinien der 80er Jahre. Seit Beginn seines neuerlichen Prozesses in Sachen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zappelt er vor Ungeduld, diesen kleinen, von ihm nicht anerkannten Richtern das Maul zu stopfen. &quot;Sie k&#246;nnen mich nicht richten, im Zweifel ist das Sache von Leuten meines Rangs. Was verstehen Sie schon von jenem Krieg, damals, gegen terroristische Unterwanderung. Gegen diese vom Ausland manipulierten marxistischen Terroristen, die unsere Demokratie vereinnahmen wollten ?&quot; Und er sch&#228;mt sich nicht, hinzuzuf&#252;gen : &quot;die Verschwundenen sind weder tot noch lebendig, sie sind im Paradis...&quot;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der charmante Greis steht vor zivilen Gerichten wegen Mordes und Folter an 31 Menschen, deren Familien ihn hartn&#228;ckig nicht in Ruhe lassen wollen. Arrogant schaut er auf sie herunter, sagt dass er breits abgeurteilt sei, dass er nichts bereue und ist nach wie vor besessen von seinen antikommunistischen Kreuzzugszielen. Es war einfach meine Aufgabe, wiederholt er unaufh&#246;rlich, wenn er nicht gerade, wie von Verachtung und Langeweile gepackt, einzuschlafen droht. Die Totenstarre, die zur Schau getragene &#220;berheblichkeit erinnern mich an jemand anderen. 1997 und 1998 habe ich f&#252;r TV5 den Prozess gegen Maurice Papon verfolgt, dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit angelastet wurden, weil er eifrig Juden in die Deportation geschickt hatte. Ein exemplarischer Staatsdiener, der auch diese &#220;berheblichkeit an sich hatte, die Angeh&#246;rige von Opfern krank machen kann. Maurice Papon wurde zwar verurteilt, konnte dennoch im eigenen Hause sterben, umgeben von den Seinen und nicht im Gef&#228;ngnis.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1802 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013485498714970c.jpg&quot; title='JPEG - 17.6 ko' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L256xH363/6a00d83452081969e2013485498714970c-300wirc-dc967.jpg' width='256' height='363' alt='JPEG - 17.6 ko' style='height:363px;width:256px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Videla war wegen 30000 w&#228;hrend der Diktatur Verschwundenen abgeurteilt worden, war jedoch auf Grund eines allgemeinen Amnestiegesetzes freigekommen. Zehn Jahre sp&#228;ter wurde diese Begnadigung f&#252;r nicht verfassungskonform erkl&#228;rt. Und das ist keineswegs das Ende. Im August kommt eine neue Salve, wegen anderer Verbrechen, und noch sp&#228;ter muss er sich wegen seiner Mitwirkung am Plan Condor verantworten, jener gemeinsamen Operation der Diktaturen in Argentinien, Chile, Paraguay, Brasilien, Bolivien und Uruguay gegen ihre politischen Gegner in den 70er Jahren. Damals wohlgemerkt mit Zustimmung und unter Mitarbeit der CIA und auch mit logistischer Unterst&#252;tzung durch Frankreich : ehemalige Offiziere und Folterspezialisten aus dem Algerienkrieg (hoppla, da ist er wieder, der Papon !) wurden &#252;ber den ganzen Kontinent verteilt zwecks Verbreitung von Methoden eines schmutzigen Krieges.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Bip bip bip ...</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Bip-bip-bip</link>
			<dc:date>2010-06-17T06:33:00Z</dc:date>
			<description>Sind sie nicht niedlich anzusehen, diese Babuschki? - Kurz nachdem er gew&#228;hlt worden war, hat der neue russische Pr&#228;sident Medwedjew eine technologische Revolution angek&#252;ndigt: die Nation Juri Gagarins, des ersten Mannes im All, das ganze Volk im gr&#246;&#223;ten Land der Welt, w&#252;rde Zugang zum Internet haben. Jedermann, von Sibirien bis zur Krim, von Murmansk bis Wolgograd, w&#252;rde ins numerische und Webzeitalter eintreten. &#220;ber schnelle Zug&#228;nge w&#252;rde man, mir nichts dir nichts, Videofilme angucken, (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1669 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20134847002ec970c.jpg&quot; title='JPEG - 65 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH385/6a00d83452081969e20134847002ec970c-500wima-52512.jpg' width='500' height='385' alt='JPEG - 65 kB' style='height:385px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Sind sie nicht niedlich anzusehen, diese Babuschki? - Kurz nachdem er gew&#228;hlt worden war, hat der neue russische Pr&#228;sident Medwedjew eine technologische Revolution angek&#252;ndigt: die Nation Juri Gagarins, des ersten Mannes im All, das ganze Volk im gr&#246;&#223;ten Land der Welt, w&#252;rde Zugang zum Internet haben. Jedermann, von Sibirien bis zur Krim, von Murmansk bis Wolgograd, w&#252;rde ins numerische und Webzeitalter eintreten. &#220;ber schnelle Zug&#228;nge w&#252;rde man, mir nichts dir nichts, Videofilme angucken, Texte lesen und Ton h&#246;ren k&#246;nnen. Das &quot;Medwedjew-Zeitalter der Modernisierung&quot; hei&#223;t es. Und davon schreibt auch noch, nach allem was man schon gesehen hat, die Tageszeitung Moskowskaja Prawda.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1671 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013484700833970c.jpg&quot; title='JPEG - 303.5 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L300xH410/6a00d83452081969e2013484700833970c-300wirb-4aa7b.jpg' width='300' height='410' alt='JPEG - 303.5 kB' style='height:410px;width:300px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Die Schwierigkeit liegt nicht allein in der Weite des Territoriums, in seinen Homerischen Entfernungen, seinen Ecken am Rand der Welt, abseits von aller Modernit&#228;t: auch die Preise der Telekommunikationsfirmen im ehemals kommunistischen Mutterland werden immer mehr zum Hindernis. Also greift der Pr&#228;sident, angesichts der hinhaltenden Attitude dieser Gesellschaften, jetzt zum Zwang. &quot;Sie werden ja sehen&quot; hat er ihnen bedeutet und ein paar Dekrete unterzeichnet. Im Sommer 2009 hatte er einen ersten Ukas erlassen, demzufolge bis ins letzte Dorf allen russischen B&#252;rgern ein freier, kostenloser Internetzugang zugesichert wird und damit ein ebensolcher zu numerischen audiovisuellen Medien.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im vergangenen Februar war dann die Reihe am Informationsminister mit dem Versuch, den Willen des Pr&#228;sidenten umzusetzen und die staatliche Firma Swiasinwest dazu zu bewegen, das &quot;Sozialweb&quot; zu entwickeln, das Internet f&#252;r die gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Nutzerzahl. Aber mit einer Vorgabe: zuerst m&#252;ssen die Webseiten von Regierung und Verwaltung zug&#228;nglich sein. Im wesentlichen also Texte, f&#252;r die man keinen schnellen Zugang braucht. Das ist alles sehr sch&#246;n, aber vollkommen nutzlos: das langsame Internet hat in Wirklichkeit n&#228;mlich schon das ganze Land.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Russland steht sogar an der Spitze der Internetsurfer. Dort z&#228;hlt man zur Zeit mehr Internetbenutzer als in Frankreich oder Italien. Wer verstreut in so einem weiten Land lebt, hat die Vorteile der Internetverbindung l&#228;ngst begriffen, und die Regionen haben nicht auf den Staat gewartet, sagt uns die &lt;a href='http://france-russie-chine.vox.com/library/post/internet-en-russie-les-r%C3%A9gions-%C3%A9mergent.html' class='spip_out'&gt;Webseite von France-Russie-Chine-vox&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_1673 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20134847006ff970c.jpg&quot; title='JPEG - 85.6 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L300xH200/6a00d83452081969e20134847006ff970c-300wild-61aaa.jpg' width='300' height='200' alt='JPEG - 85.6 kB' style='height:200px;width:300px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt; Russland nimmt weltweit den neunten Platz ein, gleich hinter Brasilien und England. Das Jahr 2006 war sogar das Jahr mit einer der h&#246;chsten Steigerungsraten der Welt (+20%), zusammen mit China (+21%) und Indien (+33%). Es wird vorausgesagt, dass Russland in weniger als zwei Jahren die europ&#228;ischen Anf&#252;hrer der Liste einholen wird, n&#228;mlich Deutschland (42 Millionen) und England (30 Millionen).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Schon weisen die Wolgaregion, der S&#252;den (Kaukasus) und die Zentralregion mehr Internauten auf als die Moskauer und Sankt Petersburger Regionen zusammen (30% Internetnutzer). Der Beweis, dass die Entfernung von der Hauptstadt kein Handikap mehr ist. Und die fern&#246;stliche Region (Wladiwostock) ist die drittst&#228;rkste in Sachen Internetnutzung (25%).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ist das &quot;Sozialweb&quot; also vorallem f&#252;rs Schaufenster gedacht?&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Unsere kleinen H&#228;uschen auf dem Rasen</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Unsere-kleinen-Hauschen-auf-dem</link>
			<dc:date>2010-06-06T07:59:11Z</dc:date>
			<description>Wisconsin liegt am &#228;ussersten Rand. Wer weiter geht, f&#228;llt in den Michigansee und wenn er zuf&#228;llig schwimmt und nicht untergeht, kommt er nach Kanada. Dorothea Hahn, die Washingtoner Korrespondentin der Tageszeitung ist als Krisenbeobachterin an diese amerikanische Grenze gereist. Sie hat sich in einem Viertel von Milwaukee, der gr&#246;&#223;ten Stadt des Staates, umgesehen. Nicht zuf&#228;llig: Milwaukee verdankt seine Entwicklung in hohem Ma&#223; deutschen Immigranten, Menschen die der Hunger in der Mitte (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1620 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ef9ebe8f970b.jpg&quot; title='JPEG - 57 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH250/6a00d83452081969e20133ef9ebe8f970b-500wima-2caea.jpg' width='500' height='250' alt='JPEG - 57 kB' style='height:250px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Wisconsin liegt am &#228;ussersten Rand. Wer weiter geht, f&#228;llt in den Michigansee und wenn er zuf&#228;llig schwimmt und nicht untergeht, kommt er nach Kanada. Dorothea Hahn, die Washingtoner Korrespondentin der Tageszeitung ist als Krisenbeobachterin an diese amerikanische Grenze gereist. Sie hat sich in einem Viertel von Milwaukee, der gr&#246;&#223;ten Stadt des Staates, umgesehen. Nicht zuf&#228;llig: Milwaukee verdankt seine Entwicklung in hohem Ma&#223; deutschen Immigranten, Menschen die der Hunger in der Mitte des 19. Jahrhunderts in die Ferne trieb. Und heute treiben Menschen im fernen Deutschland die Stadt an den Rand des Abgrunds: der gr&#246;&#223;te Gl&#228;ubiger der durch Kredite ruinierten und wegen nicht bezahlter Zinsen auf die Stra&#223;e gesetzten Hauseigent&#252;mer ist eine deutsche Bank in Frankfurt! Diese deutsch-amerikanische Fernbeziehung mit ihren konkreten Implikationen f&#252;r die B&#252;ger von Milwaukee wirft ein selten klares Licht auf die verwickelten Zusammenh&#228;nge der Krise.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1622 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ef9ebf31970b.jpg&quot; title='JPEG - 304.1 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L300xH452/6a00d83452081969e20133ef9ebf31970b-300wirb-fa766.jpg' width='300' height='452' alt='JPEG - 304.1 kB' style='height:452px;width:300px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;&quot;Die 23. Stra&#223;e ist f&#252;r Investoren besonders interessant. Kleine Holzh&#228;uschen vom Ende des 19 Jahrhunderts, jedes in anderer Farbe auf dem gr&#252;nen Rasen, erinnern an das deutsche Milwaukee. Die kleine rote Backsteinkirche, die zur Emmausgemeinde geh&#246;rt, k&#246;nnte unmittelbar aus Preu&#223;en stammen. Auch die stillgelegten Brauereien in der Nachbarschaft, w&#252;rde man ebenso irgendwo in Deutschland finden. (...)
In dieser Stra&#223;e lebt James Exum mit seiner alten Mutter. Er hat gesehen, wie seine Nachbarn, einer nach dem anderen, Kredite aufgenommen haben. F&#252;r ein neues Auto. Um die Kosten einer Hochzeit zu bestreiten. Auch ihm wollten die Makler einen Kredit schmackhaft machen. &quot;Sie brauchen keinen Einkommensnachweis,&quot; hiess es, &quot;Ihr Haus gen&#252;gt uns als Garantie. Stellen Sie sich vor, was Sie sich alles kaufen k&#246;nnen!&quot; James' Mutter lehnte ab. Seither haben dann die Nachbarn ihre H&#228;user verloren und nun sind die Exums beinahe allein im Viertel. Ganz und gar kein Grund zur Freude: ihr Haus hat an Wert verloren und die Bank, die jetzt die leeren Nachbarh&#228;user besitzt, l&#228;sst diese verkommen.&quot; Fr&#252;her oder sp&#228;ter verfallen sie dem Abriss, und so auch, nach und nach, die ganze Stadt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es zeigt sich hier besonders deutlich die schlecht Seite der Mondialisierung: kleine Leute, vielfach Afro-Amerikaner, in einer mittelgro&#223;en amerikanischen Stadt, glaubten dort ihr Paradis gefunden zu haben und geraten unter die R&#228;der, weil ein unerreichbares Bankinstitut, tausende Kilometer entfernt, auf der anderen Seite des Atlantik, das so will.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1624 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ef9ec358970b.jpg&quot; title='JPEG - 187 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH406/6a00d83452081969e20133ef9ec358970b-250wird-40700.jpg' width='250' height='406' alt='JPEG - 187 kB' style='height:406px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Zweifellos h&#228;tte dieses Schulbeispiel ein paar seem&#228;nnische Fadenl&#228;ngen entfernt am anderen Ufer des Sees, beim Kongress der kanadischen F&#246;deration der Sozialwissenschaften, ein Thema sein k&#246;nnen. Le Devoir berichtet vom Kongress auf der Titelseite (Oh welche Tageszeitung, die inmitten einer internationalen Krise um eine vor der K&#252;ste Gazas scheiternde Flottille, einen Gutteil ihrer Schlagzeilen einem Kongress der Sozialwissenschaften widmen kann!) Wie jedes Jahr versammeln sich Intellektuelle aller Fachgebiete aus dem ganzen Land und analysieren unsere mehr oder weniger scheiternde Gesellschaft. Dieses Jahr kam das viert&#228;gige Konklave zu dem Schluss: unsere Gesellschaft leidet an einem verbreiteten Denken des &quot;ich habe ein Recht auf alles&quot;. Ein vielbeachteter Hauptredner der Versammlung war der Philosoph Mark Kingwell. Ihm zufolge untergr&#228;bt eine Auswucherung individueller Rechte langsam aber sicher unser System. In unserem Zeitalter &quot;ist das postmoderne Individuum durch seinen Konsum definiert, hat starke Begierden und erotisiert das Kapital. Vergn&#252;ge Dich, womit auch immer!&quot;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&quot;Genie&#223;e was auch immer Du genie&#223;en m&#246;chtest&quot; war wohl auch der Slogan, mit dem wuchernde Kreditmakler die Bewohner der 23. Stra&#223;e in Milwaukee verf&#252;hren konnten.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anmerkung des &#220;bersetzers:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mehr zu Mark Kingwell (geb. 1963) zum Beispiel im Interview mit Brian Berger &lt;a href='http://www.whowalkinbrooklyn.com/?p=1090' class='spip_out'&gt;&quot;Who walk in Brooklyn&quot;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Originaltext der TAZ, der hier einfachheitshalber r&#252;ck&#252;bersetzt wurde ist &lt;a href='http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/deutsche-bank-nicht-zustaendig/' class='spip_out'&gt;hier im Netz&lt;/a&gt; zu finden.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Gorilla, illa illa, iii -hihi...</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Gorilla-illa-illa-iii-hihi</link>
			<dc:date>2010-05-30T17:05:16Z</dc:date>
			<description>Ich sah die Titelseite des Kurier vom Sonntag, den 24 Mai, und freute mich sehr. Die Sonntagsausgabe der Tageszeitung schlug mir ein &quot;Rendezvous mit den Gorillas&quot; vor. Und um meine Neugier noch mehr anzustacheln, lud mich der Untertitel zum Kennenlernen der Gorillaberge ein, der m&#228;rchenhaft sch&#246;nen Gegend, dort wo Uganda, Ruanda und Kongo aneinander grenzen. Ich mag diese Primaten, seit ich vor ein paar Jahren erfuhr, dass uns unser naher Verwandter (98% gemeinsamer Gene) deutlich &#252;berlegen (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1612 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ee9d7a30970b.jpg&quot; title='JPEG - 137.6 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH377/6a00d83452081969e20133ee9d7a30970b-500wima-2a581.jpg' width='500' height='377' alt='JPEG - 137.6 kB' style='height:377px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Ich sah die Titelseite des Kurier vom Sonntag, den 24 Mai, und freute mich sehr. Die Sonntagsausgabe der Tageszeitung schlug mir ein &quot;Rendezvous mit den Gorillas&quot; vor. Und um meine Neugier noch mehr anzustacheln, lud mich der Untertitel zum Kennenlernen der Gorillaberge ein, der m&#228;rchenhaft sch&#246;nen Gegend, dort wo Uganda, Ruanda und Kongo aneinander grenzen. Ich mag diese Primaten, seit ich vor ein paar Jahren erfuhr, dass uns unser naher Verwandter (98% gemeinsamer Gene) deutlich &#252;berlegen ist. Gorillas sind viel zivilisierter als wir und erreichen sogar das Ziel jeder Zivilisation: ein friedliches Zusammenleben.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1614 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013481cef87f970c.jpg&quot; title='JPEG - 45.7 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH188/6a00d83452081969e2013481cef87f970c-250wirb-0ece0.jpg' width='250' height='188' alt='JPEG - 45.7 kB' style='height:188px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Ein Dokumentarfilm hat mir die r&#252;hrende Anmut in den schweren, schwarz-silbernen, behaarten K&#246;rpern vermittelt. Zwei Australier, Naturforscher, Ethnologen der wilden Tierwelt und speziell der Menschenaffen, hatten den Film gedreht. Drei Jahre lang hatten die beiden jungen M&#228;nner ein paar Meter von einer Gruppe aschfarbener Gorillas entfernt gelebt. Ein m&#228;nnlicher und f&#252;nf weibliche Gorillas und ein paar Junge, und die Forscher taten nichts weiter, als sie zu beobachten und Tag f&#252;r Tag Notizen zu machen. Ihre hartn&#228;ckige und geduldige Arbeit brachte sie zu bedenkenswerten Schlussfolgerungen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;1. - Gorillas sind nie frustriert noch neidisch auf ihre Nachbarn. Den gr&#246;&#223;ten Teil ihrer Zeit sitzen sie ganz bequem und kauen Gr&#228;ser. Ab und zu machen sie ein kleines Nickerchen, hin und wieder gibt es ein paar Streicheleinheiten, dann wieder ist einfach nur nachdenkliches Betrachten an der Tagesordnung, kurzum, ihre Zeitablauf k&#246;nnte kaum liebensw&#252;rdiger sein. Gelegentlich und mit Abstand wirft der Familienvater einen Blick auf seine Nachkommenschaft und vergewissert sich, dass alles in Ordnung ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;2. Gorillas leben in vollkommener Harmonie mit der Natur. Sie sind Vegetarier. Ihre Hinterlassenschaften sind ausschlie&#223;lich biologisch abbaubar und sie &#252;bergeben ihre zeitweilige Bleibe genau in dem Zustand, in dem sie sie vorgefunden.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1616 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ee9d7d2c970b.jpg&quot; title='JPEG - 21.5 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH188/6a00d83452081969e20133ee9d7d2c970b-250wird-6765d.jpg' width='250' height='188' alt='JPEG - 21.5 kB' style='height:188px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;3. Gorillas sind polygam, aber sie behandeln alle ihre Frauen absolut gleich, verweigern sich keiner Hausarbeit und legen auch au&#223;er der Reihe des &#246;fteren die Kinder trocken.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;4. Gorillas schlagen sich nie. Ja, wundern Sie sich nur, diese gro&#223;en Kerle da heben nie die Hand, weder bei ihren Gemahlinnen noch bei ihresgleichen, den stolzen Backenbarttr&#228;gern, noch bei den Kleinen! Aber, aber, wie soll das den gehen und wieso &#252;berhaupt? Die beiden Forscher sind sich einig: der Gorilla schl&#228;gt nicht, weil er Schmerz nicht mag... Daran h&#228;tten wir denken sollen. Wie gesagt, der Gipfel der Zivilisation.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Trotzdem: die gro&#223;en Affen wissen sich Achtung zu verschaffen. Denken Sie nicht, das seien einfach nur freundliche Weichnudeln, um nicht zu sagen Matschbirnen. Allein ihre Ausma&#223;e und ihre Erscheinung schrecken so manchen davon ab, sich mit ihnen anzulegen, aber vorallem verf&#252;gen sie &#252;ber ein ganzes Register von Signalen, um sich verst&#228;ndlich zu machen. Die beiden Korea w&#228;ren augenblicklich gut beraten, wenn sie sich inspirieren lie&#223;en.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1618 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ee9d812d970b.jpg&quot; title='JPEG - 19.6 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L249xH332/6a00d83452081969e20133ee9d812d970b-250wile-9b06e.jpg' width='249' height='332' alt='JPEG - 19.6 kB' style='height:332px;width:249px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Zu erst kommt das Runzeln der Augenbrauen: im Allgemeinen kommt das Runzeln von Papa Gorillas Augenbrauen einer schweren Abschreckungswaffe gleich, wenn sich zwei Gorillakinder um ein H&#246;lzchen streiten. Nur wenn die beiden wirkliche Nichtsnutze sind, folgt die n&#228;chste Phase: mit beiden H&#228;nden heftige Schl&#228;ge ins Wasser (im Allgemeinen leben Gorillas in greifbarer N&#228;he zu Wasser...). Wenn dann unsere beiden Dummk&#246;pfe noch immer nicht aufh&#246;ren wollen, sind sie wirklich sehr schlecht erzogen. Dann bringt Meister Gorilla das ganz gro&#223;e Ding zum Einsatz: Stehend trommelt er mit den F&#228;usten auf den Brustkorb und st&#246;&#223;t dabei klangvolle Laute aus. Dem konnte bisher noch niemand widerstehen. Auch nicht Timm in Tibet. W&#252;rden Sie sich nicht auch davonschleichen, wenn jemand aufsteht, mit beiden F&#228;usten auf den Brustkorb trommelt und tiefe, laute T&#246;ne von sich gibt?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Warum also sind Gorillas eine derart bedrohte Art, dass die UNESCO das Jahr 2009 zum Gorillajahr erkl&#228;rt hat? Weil der Gorilla sich in einer Welt des gesunden Vertandes und der Vernunft aufgehoben f&#252;hlt und nicht daran gedacht hat, dass es auf der Erde auch Menschen gibt, das gr&#246;&#223;te Raubtier auf unserem Planeten, der doch manchmal so sch&#246;n ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mit New York und seinen Geheimnissen,
und auch mit den Geheimnissen von Paris...&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
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			<title>Matschbirne</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Matschbirne</link>
			<dc:date>2010-05-19T21:12:49Z</dc:date>
			<description>Etienne Koechlin geht nicht gerade freundlich mit Napoleon um. Dieser hervorragende, dem gro&#223;en Publikum allerdings wenig bekannte, franz&#246;sische Forscher schm&#228;lert den Ruhm des Genies ohne auch nur einen Augenblick zu z&#246;gern: &quot;Wenn Napoleon den Eindruck vermittelte, dass er mehrere Dinge zugleich tun konnte, dann nicht, weil er dessen f&#228;hig war. Er besa&#223; einfach nur ein sehr gutes Ged&#228;chtnis. Er konnte &#252;bergangslos von einer Sache zur anderen wechseln.&quot; Auf seine Art ein toller Zauberer, (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1608 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e201348120b3d1970c.jpg&quot; title='JPEG - 22.8 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH296/6a00d83452081969e201348120b3d1970c-500wima-ea120.jpg' width='500' height='296' alt='JPEG - 22.8 kB' style='height:296px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Etienne Koechlin geht nicht gerade freundlich mit Napoleon um. Dieser hervorragende, dem gro&#223;en Publikum allerdings wenig bekannte, franz&#246;sische Forscher schm&#228;lert den Ruhm des Genies ohne auch nur einen Augenblick zu z&#246;gern: &quot;Wenn Napoleon den Eindruck vermittelte, dass er mehrere Dinge zugleich tun konnte, dann nicht, weil er dessen f&#228;hig war. Er besa&#223; einfach nur ein sehr gutes Ged&#228;chtnis. Er konnte &#252;bergangslos von einer Sache zur anderen wechseln.&quot; Auf seine Art ein toller Zauberer, der Korse!&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1610 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133edefd59f970b.jpg&quot; title='JPEG - 329.7 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH376/6a00d83452081969e20133edefd59f970b-250wirb-681a0.jpg' width='250' height='376' alt='JPEG - 329.7 kB' style='height:376px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Denn Etienne Koechlin und sein Kollege Sylvain Charon zeigen in einer brillanten Studie, die in der ausgezeichneten Temps de Gen&#232;ve Schlagzeilen macht, dass das Menschengeschlecht als Individuum entschieden unf&#228;hig ist, mehr als zwei Dinge gleichzeitig zu tun. Eine - vielleicht unbewu&#223;terweise - feministische Studie, denn M&#228;nner und Frauen sind gleicherma&#223;en unf&#228;hig.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Ganze ist eine Angelegenheit der Hirnlappen. Anhand von Spinresonanzbildern konnten sie folgendes feststellen: wenn wir mit einer, sei es auch nur einfachen, T&#228;tigkeit, wie &quot;einen Brief lesen&quot;, befasst sind, werden unsere beiden Frontallappen in sch&#246;ner Harmonie gleichzeitig angeregt. Wenn wir einen Brief lesen und dabei gleichzeitig ein Hackfleischbr&#246;tchen zubereiten wollen, sind, abgesehen von der Schweinerei, die wir dabei riskieren, unsere beiden Hirnlappen in Hab-acht-Stellung, und jeder verfolgt f&#252;r sich sein Ziel, lesen auf der einen Seite und Br&#246;tchen belegen auf der anderen. Schief geht die Sache, wenn Sie, au&#223;er Br&#246;tchen zubereiten und Brief lesen, auch noch Radio h&#246;ren wollen. Dann besteht, wenn sie keinen dritten Hirnlappen besitzen (und apriori besitzt den niemand) die Gefahr eines &quot;Nervenzusammenbruchs&quot;. Mit anderen Worten, Sie meinen zu lesen, was sie h&#246;ren, und Sie sprechen mit ihrem Hackfleischbr&#246;tchen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es ist deprimierend. Kommt es doch tats&#228;chlich vor, dass wir eine ganze Reihe von Dingen in Rekordzeit erledigen m&#252;ssen, zumal, wenn wir so einiges auf sp&#228;ter verschoben hatten. Auch hier kann ich bestenfalls die Benchley-Technik empfehlen, die der Autor in einer seiner wunderh&#252;bschen Chroniken vorgestellt hat: &quot;Wie mit all dem fertig werden, was zu tun ist.&quot;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&quot;Viele Leute fragen mich, wie ich so viel zustande bringe und zugleich den Eindruck vermittle, dass ich mich nur vergn&#252;ge. Hunderttausende im ganzen Land fragen sich, wie ich Malerei, Erfindungen, Schreiben, Philanthropie voranbringe, w&#228;hrend ich meine Zeit mit M&#252;&#223;igang verbringe, Kost&#252;m und Maskenb&#228;lle im Stil Ludwig des vierzehnten besuche oder &quot;Alles Gute f&#252;r Kalifornien&quot; an 3000 Sch&#252;ler in Los Angeles verbreite.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Geheimnis meiner unglaublichen Energie und F&#228;higkeit, mehreres auf einmal anzupacken, ist sehr einfach. Ich st&#252;tze mich auf ausgezeichnete Kenntnis psychologischer Prinzipien, die ich derart verfeinert habe, dass sie beinahe zu raffiniert geworden sind. Der Grundsatz ist der folgende: jeder x-beliebige Mensch kann eine beliebige Menge Arbeit bew&#228;ltigen, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um Arbeit, die er gerade jetzt erledigen sollte.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sehen wir uns an, wie das in der Praxis funktioniert: Sagen wir, ich habe f&#252;nf Dinge bis zum Ende der Woche zu erledigen. 1. Den Sto&#223; nicht beantworteter Briefe wegzuschaffen, von denen manche auf den Oktober 1928 zur&#252;ckgehen; 2. B&#252;cherborde einzurichten und die B&#252;cher einzuordnen; 3. mir die Haare schneiden zu lassen; 4. einen Sto&#223; wissenschaftlicher Zeitschriften auszuwerten und Ausschnitte zu machen (ich sammle n&#228;mlich alle Hinweise auf tropische Fische, die ich finden kann, im Gedanken, mir eines Tages einen solchen zu kaufen; und 5. einen Artikel schreiben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Also diese f&#252;nf Aufgaben habe ich am Montag morgen vor Augen und es ist &#252;berhaupt nicht erstaunlich, dass ich mich sofort nach dem Fr&#252;hst&#252;ck gleich wieder ins Bett verkriechen m&#246;chte, um Gesundheit und Kraft f&#252;r die mir bevorstehende, beinahe &#252;bermenschliche, Kraftanstrengung zu sch&#246;pfen. Mens sana in corpore sano, lautet die Devise!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im Bett liegend, am Montag morgen, um Kraft und Gesundheit zu tanken, skizziere ich einen Zeitplan. &quot; Was muss ich zuerst tun?&quot;. Also gut, diese Briefe, die wirklich zu beantworten w&#228;ren und den Sto&#223; Zeitschriften den ich auswerten sollte. Hier kommt jetzt meine Geheimstrategie zum tragen. Anstatt diese beiden Aufgaben vorne auf die Liste zu setzten, stelle ich sie hintenan. Ich sage mir: &quot; Du musst zun&#228;chst den Artikel f&#252;r die Zeitung schreiben.&quot; Manchmal gehe ich sogar so weit, dass ich mit Bleistift eine Liste mache und &quot;Nr.1 Artikel f&#252;r die Zeitung&quot; rot unterstreiche. (Das rot Unterstreichen ist nicht ganz einfach, weil fast nie einer roter Stift auf dem Nachttisch liegt, es sei denn, ich habe am Sonntag abend einen mit ins Bett genommen.)&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch, vor die Schreibmaschine, und spitze f&#252;nf Bleistifte an. (Die gespitzten Stifte dienen dazu, L&#246;cher in die Schreibunterlage zu bohren und dazu muss der Stift tats&#228;chlich sch&#246;n spitz sein.) Danach sag ich zu mir &quot;Los jetzt, Alter, an die Arbeit f&#252;r diesen Artikel!&quot; Da f&#228;llt mein Blick auf den Sto&#223; Zeitschriften, den ich zuvor geschickterweise seitlich auf einen Tisch plaziert habe. Ich schreibe meinen Namen und meine Adresse oben auf das Blatt Papier in der Maschine und lehne mich zur&#252;ck. Die Zeitschriften liegen da in Reichweite. Ich drehe mich um und schaue, ob mich niemand beobachtet, und hop, nehme ich die oberste Zeitschrift in die Hand. Sieh an, was ist denn das? Ein Artikel von Dr. William Beebe, illustriert mit tollen Fotos! Ich schiebe meinen Sessel weit weg vom Schreibtisch und widme mich unverz&#252;glich dem Auswerten und Ausschneiden. (...)&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Noch vor dem Nachmittag bin ich mit der H&#228;lfte des Sto&#223;es durch und habe jetzt einen Haufen sch&#246;n sauberer Ausschnitte (darunter einen mit einem Schlangenfisch, den Sie sehen sollten. Sie w&#252;rden vor Lachen sterben). Jetzt mache ich mich wieder an meinen Zeitungsartikel. Ich komme bis zur &#220;berschrift, bin &#252;beraus zufrieden mit mir, bis ich pl&#246;tzlich feststelle, dass ich ein Wort falsch geschrieben habe. Ich muss das Blatt aus der Maschine ziehen (- zu Benchleys Zeiten gab es noch keine Komputer - ) und ein frisches einspannen. W&#228;hrend ich das tue, f&#228;llt mein Blick unversehens auf den Korb mit Briefen. Wenn es eine Sache gibt, die ich ungern tue, dannn ist das Briefe schreiben. Aber w&#228;hrend der Artikel vor mir auf mich wartet, ergreift mich pl&#246;tzlich eine Briefschreibwut und ich ziehe st&#246;rrisch den ersten unbeantworteten Brief aus dem Korb. Auch sage ich mir, Du kommst besser in Fahrt mit dem Artikel, wenn Du erst einmal an ein paar Briefen &#252;bst
. (...) Dann tauche ich ab in die Briefumgebung und erledige den ganzen Packen. Ich habe leichte Schuldgef&#252;hle, was den Artikel angeht, aber der Haufen frisch mit Marken versehener Umschl&#228;ge und die Zeitungsausschnitte zu den tropischen Fischen erleichtern mein Gewissen doch erheblich. Morgen werde ich den Artikel bestimmt schreiben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Am anderen Morgen bin ich wieder dabei, mit einem neuen Blatt in der Maschine, Namen und Adresse sorgf&#228;ltig getippt, und das schon vor elf Uhr! &quot;Ein menschlicher Dynamo&quot; ist die Bezeichnung, die ich mir gebe. Ich will &#252;ber Schlangenbeschw&#246;rer schreiben und bin schon mehr als zufrieden mit dem Titel: &quot;Diese Schlangenbeschw&#246;rer&quot;. Aber, wer zum Thema Schlangenbeschw&#246;rer schreiben will, muss etwas &#252;ber deren Geschichte wissen. Und wo sonst findet man etwas dar&#252;ber, wenn nicht in einem Buch? Vielleicht gibt es ein Buch &#252;ber Schlangenbeschw&#246;rer gar in dem B&#252;chersto&#223;, der da in der Ecke liegt. Also verlasse ich mit absolut reinem Gewissen f&#252;r ein paar Minuten den Schreibtisch und gehe die Buchtitel durch. Nat&#252;rlich ist es nicht leicht, in einem B&#252;chersto&#223;, der seit Wochen in der Ecke liegt, etwas zu finden, umsomehr gilt das f&#252;r ein Buch &#252;ber Schlangenbeschw&#246;rer. Man muss die B&#252;cher unbedingt erst einmal in ein Regal stellen, damit man die Titel mit einem Blick sehen kann. Und gibt es da nicht ein Regal, gleich neben dem B&#252;chersto&#223;! Dass klingt ja beinahe wie ein g&#246;ttlicher Befehl: &quot;Wenn Sie diesen Artikel zu einem guten Ende bringen wollen, richten Sie jetzt dieses Regal ein und ordnen Sie die B&#252;cher!&quot; Nichts anderes ist so klar und logisch.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Aber zur Einrichtung des Regals verlangen die Gesetze der Physik N&#228;gel, einen Hammer und Hacken. Die gibt es im Haus nicht, also muss ich meinen Hut aufsetzen, ausgehen und einkaufen. Als ich meinen Hut aufsetze, stelle ich zu meinem Leidwesen fest, dass ich einen Haarschnitt brauche. (...) Als ich nach ein paar Stunden wieder da bin, bin ich ger&#228;dert, dufte nach Flieder, bringe N&#228;gel, Hacken, die Abendzeitungen, ein paar Biskuits und Erdnussbutter mit.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;(...) In Null-Komma-Nix ist das Regal montiert, die B&#252;cher stehen da in Reih und Glied. Es gibt zwar keins &#252;ber Schlangenbeschw&#246;rer, daf&#252;r aber ein sehr interessantes mit Stichen von Hogarth, das der n&#228;heren Betrachtung wert ist. Sie sehen, in zwei Tagen habe ich schon vier der f&#252;nf Dinge, die ich mir vorgenommen, erledigt, einfach nur in dem Glauben, dass ich unbedingt die f&#252;nfte Aufgabe zu einem guten Ende bringen m&#252;sste. Problematisch ist jetzt nur, dass mir bald etwas anderes zu tun fehlen wird und ich gezwungen sein werde, ab n&#228;chsten Montag mich mit meinem Artikel zu besch&#228;ftigen.&quot; (In eigener &#220;bersetzung der Autorin (und wiederum des &#220;bersetzers), Ihrer Nachsicht empfohlen. )&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Ade Garzon, guten Morgen Kagan!</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Ade-Garzon-guten-Morgen-Kagan</link>
			<dc:date>2010-05-13T11:10:22Z</dc:date>
			<description>Die Fortsetzung der Verdrie&#223;lichkeiten um den ber&#252;hmten spanischen Richter. Konnte er bisher schon stolz sein, als Draufg&#228;nger zu gelten, ab jetzt k&#246;nnte er sich gar als erster politischer Fl&#252;chtling aus Juan Carlos' und Zapateros Spanien bezeichnen! Nach der Anordnung der Richter am obersten spanischen Gericht, ihm wegen Untreue im Amt, Einflussnahme und Machtmissbrauch den Prozess zu machen, hat der Richter um seine Beurlaubung beim Internationalen Strafgerichtshof gebeten, wo der (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1600 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ed8392d8970b.jpg&quot; title='JPEG - 113.2 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH494/6a00d83452081969e20133ed8392d8970b-500wima-41e3d.jpg' width='500' height='494' alt='JPEG - 113.2 kB' style='height:494px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Die Fortsetzung der Verdrie&#223;lichkeiten um den ber&#252;hmten spanischen Richter. Konnte er bisher schon stolz sein, als Draufg&#228;nger zu gelten, ab jetzt k&#246;nnte er sich gar als erster politischer Fl&#252;chtling aus Juan Carlos' und Zapateros Spanien bezeichnen! Nach der Anordnung der Richter am obersten spanischen Gericht, ihm wegen Untreue im Amt, Einflussnahme und Machtmissbrauch den Prozess zu machen, hat der Richter um seine Beurlaubung beim Internationalen Strafgerichtshof gebeten, wo der argentinische Staatsanwalt, der die Wertungen der Spanier nicht zu teilen scheint, ihm alle T&#252;ren offen h&#228;lt. F&#252;r diejenigen, die das vielleicht nicht wissen: Untreue im Amt - prevaricatio - ist ein besonders h&#228;ssliches Vergehen, n&#228;mlich dass man aus Eigeninteresse seine Amtspflichten verletzt, anders gesagt, eine Form von Illoyalit&#228;t die bis zum Verrat gehen kann.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Man klagt ihn dergestalt an, weil er Nachforschungen zu den im B&#252;rgerkrieg von 1936 verschwundenen Personen und zur Repression im Francoremige anstellen wollte, obwohl ein 1977 (also zwei Jahre nach Francos Tod) verabschiedetes Amnestiegesetz wohl oder &#252;bel alle Ereignisse und Schrecken der faschistischen Vergangenheit ad acta verwiesen hat. Weitergehen, hier gibts nichts zu sehen, falls Sie noch Zweifel haben sollten. Richter Garzon, der General Pinochet verfolgt, und das lange nach dem Ende der Diktatur in Santiago, ist da anderer Meinung: wer ein Kapitel abschlie&#223;en m&#246;chte, muss es gelesen haben.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1602 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ed8394a8970b.jpg&quot; title='JPEG - 84 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH342/6a00d83452081969e20133ed8394a8970b-250wirc-64c08.jpg' width='250' height='342' alt='JPEG - 84 kB' style='height:342px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Um von vornherein allen Vorw&#252;rfen, es handle sich um einen politischen Prozess, entgegen zu treten, haben die Madrider Richter der gewichtigen Anklage des verhassten Kollegen ein paar Anh&#228;ngsel beigegeben: Man wirft ihm vor, sich f&#252;r einen Straferlass der spanischen Bank Santander (eine der gr&#246;&#223;ten der Welt) eingesetzt zu haben, nachdem er an von der Bank finanzierten Vortr&#228;gen zum Terrorismus teilgenommen hatte. Und schlie&#223;lich wird ihm noch vorgeworfen, dass angeordnet habe, im Rahmen einer Voruntersuchung zur Korruption in der politischen Rechten Spaniens, vertreten durch die Volkspartei - Partido popular - Telefongespr&#228;che illegalerweise abzuh&#246;ren. Eine Partei, die &#252;brigens ganz besonders auf der Amestie f&#252;r Verbrechen des Francoregimes besteht. Spanien, das zur Zeit mit der realen oder vemeintlichen Gefahr eines Staatsbankrotts ein nicht gerade klares Bild abgibt, t&#228;te gut daran, sich diesem, prinzipiell exemplarischen Versagen seiner Demokratie zu stellen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;(Bemerkenswert nebenbei vielleicht auch die &quot;objektive&quot; Zuf&#228;lligkeit, dass die drei europ&#228;ischen L&#228;nder, die wirtschaftlich und finanzwirtschaftlich die gr&#246;&#223;ten Schwierigkeiten haben, den &#220;bergang vom Faschismus zur Demokratie ohne &quot;Erinnerungsarbeit&quot; vollzogen haben.)&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1604 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013480b6da3e970c.jpg&quot; title='JPEG - 230.6 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH340/6a00d83452081969e2013480b6da3e970c-250wild-1aa9c.jpg' width='250' height='340' alt='JPEG - 230.6 kB' style='height:340px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Auf der anderen Seite des Atlantik macht die Demokratie Fortschritte in den zarten aber festen H&#228;nden von Barak Obama. Der Pr&#228;sident plaziert langsam aber sicher seine Leute im obersten Gerichtshof und beugt damit den im Zusammenhang seiner Gesundheitsreform und seines Einsatzes f&#252;r den Umweltschutz kaum zu vermeidenden juristischen Ausw&#252;chsen vor.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Seine beiden Meisterst&#252;cke sind zwei Frauen, beide aus Chikago, was nat&#252;rlich kein Zufall ist, und ausgezeichnete Juristinnen. Die erste, Elen Kagan, 50 Jahre alt, tritt an die Stelle von John Paul Stevens. Der beinahe neunzigj&#228;hrige, weltoffene und moderne Doyen des Gerichshofs fand, es sei Zeit, sein Amt zu &#252;bergeben. Diane Wood, die zweite Juristin, harrt einstweilen in den Startl&#246;chern des n&#228;chsten Wechsels. Dann wird es vier Frauen geben und eine demokratische Mehrheit von einer Stimme. Wird jemand sich selbst verleugnen um die Dinge zu beschleunigen?&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1606 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013480b6dc4b970c.jpg&quot; title='JPEG - 97 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L336xH533/6a00d83452081969e2013480b6dc4b970c-2-c591c.jpg' width='336' height='533' alt='JPEG - 97 kB' style='height:533px;width:336px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Wir sind bereit ihm einen herrlichen japanischen Blumenstrau&#223; f&#252;r seine Opferbereitschaft zu spendieren: diesen farbenfrohen Torbogen aus japanischen Glyzinien, der mit seinen 22 verschiedenfarbigen Arten von Glyzinien die Besucher des Kwachi Fujien, des sublimen Gartens im Herzen des traditionellen Japans, einen Augenblick lang empf&#228;ngt .&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Angeblich ist die au&#223;ergew&#246;hnliche Farbenpracht dem belebenden K&#228;lteeinbruch im M&#228;rz zu verdanken.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Allein der Anblick dieses Blumenwunders l&#228;sst uns vor R&#252;hrung und eingebildeten D&#252;ften beinahe umkommen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Magier des Parks, Takashi Higuchi, 63 Jahre alt, hat einen einzigen Traum: &quot;dass jede und jeder sich nach diesem Gartenerlebnis gl&#252;cklich f&#252;hle&quot;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die einfachsten Dinge sind doch die besten, nicht wahr?&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
					</content:encoded>
			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Guten Morgen Lenin...</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Guten-Morgen-Lenin</link>
			<dc:date>2010-05-03T10:15:46Z</dc:date>
			<description>Eine dieser H&#228;ufungen von Neuigkeiten, bei denen man sich fragt, ob sie sich dem reinen Zufall verdanken, oder ob eine h&#246;here Macht im Spiel ist: vier Ereignisse in Spanien und in Russland, &#252;ber die in Madrid, in Moskau und anderswo geredet wurde. Am 22. April feierte (oder beweinte) man die Geburt Lenins, beweinte (oder feierte) man den Tod von Juan Antonio Samaranch, verdr&#228;ngte man die Erinnerung an die Francodiktatur, &#246;ffnete man die Archive der Stalinzeit... Am 22. April 1870, also (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1589 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ed056ac6970b.jpg&quot; title='JPEG - 405.2 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH400/6a00d83452081969e20133ed056ac6970b-500wima-2c9b4.jpg' width='500' height='400' alt='JPEG - 405.2 kB' style='height:400px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Eine dieser H&#228;ufungen von Neuigkeiten, bei denen man sich fragt, ob sie sich dem reinen Zufall verdanken, oder ob eine h&#246;here Macht im Spiel ist: vier Ereignisse in Spanien und in Russland, &#252;ber die in Madrid, in Moskau und anderswo geredet wurde. Am 22. April feierte (oder beweinte) man die Geburt Lenins, beweinte (oder feierte) man den Tod von Juan Antonio Samaranch, verdr&#228;ngte man die Erinnerung an die Francodiktatur, &#246;ffnete man die Archive der Stalinzeit...&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1591 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ed056b7a970b.jpg&quot; title='JPEG - 116.3 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH339/6a00d83452081969e20133ed056b7a970b-250wirb-7a932.jpg' width='250' height='339' alt='JPEG - 116.3 kB' style='height:339px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Am 22. April 1870, also vor 140 Jahren, kam Wladimir Iljitsch Ulianow in Simbirsk zur Welt. Weitab von Moskau und noch weiter von der damaligen Hauptstadt Sankt Petersburg, an den Ufern der Wolga, dort wo dieser gr&#246;&#223;te und l&#228;ngste Strom der Welt sich pl&#246;tzlich zu einer Art Abflusskanal verengt, bevor sich seine Wassermassen ins Kaspische Meer ergie&#223;en. Ein Provinznest, die Wiege eines Kleinadligen, der einst den Planeten zum Beben bringen w&#252;rde. Wer erinnert sich noch daran? Wer kennt heute noch Lenin? Man muss schon in den &#220;berbleibseln der kommunistischen Presse in Russland und im Vorzeigeblatt Kubas (und vielleicht auch im nordkoreanischen, das leider noch nicht im Netz zur Verf&#252;gung steht) nachsehen, um das Bild des Revolution&#228;rs auf der Titelseite zu finden. &quot;Ein Land und die ganze Welt auf den Schultern Lenins&quot;, titelt die Pravda (Die Wahrheit), ein Schatten des einstigen Organs des Zentralkomitees der sowjetischen kommunistischen Partei, ein Blatt, das noch immer seine Leser hat. &quot;Lasst uns aufs Neue Lenin kennen lernen&quot;, echot die Sowjetskaja Rossija (Das sowjetische Russland!).&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1593 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e201348035131a970c.jpg&quot; title='JPEG - 596.1 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH325/6a00d83452081969e201348035131a970c-250wilc-09995.jpg' width='250' height='325' alt='JPEG - 596.1 kB' style='height:325px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Aber erst in Havana findet man die r&#252;hrendste Hommage des Vaters des Bolschewismus, in der Granma, dem offiziellen Organ der kubanischen kommunistischen Partei. Kaum zu widerstehen, sie hier nicht in G&#228;nze zu &#252;bersetzen. &quot;Anl&#228;sslich seines 140. Geburtstags gewinnt die historische Dimension seines Denkens und Handelns f&#252;r einen x-beliebigen Studenten der Sozialwissenschaften von heute au&#223;erordentliche Bedeutung. Er war der Gr&#252;nder einer neuen Zeit: er zog das zwanzigste Jahrhundert in eine ununterbrochene revolution&#228;re Bewegung, die dank Ausdauer und Heldenhaftigkeit im Umsturz des Zarismus und dem ersten Arbeiter- und Bauernstaat gipfelte und &#252;berall in der Welt die revolution&#228;ren und emanzipatorischen Bewegungen beschleunigte. &#220;ber die grundlegenden Errungenschaften des Marxismus hinausgehend hat Lenin Sachen gefunden und etabliert wie die Theorie des Imperialismus, das letztendliche Ziel des Kapitalismus, eine Partei neuen Typs, die sozialistische Revolution und die Diktatur des Proletariats, die unl&#246;sliche Verbindung von nationaler und sozialer Befreiung, die Grundlagen friedlicher Koexistenz und die Wege des sozialistischen Aufbaus. F&#252;r jeden Revolution&#228;r, ja f&#252;r jeden ehrlichen Menschen auf Erden, bleiben Leben und Werk Wladimir Iljitsch Lenins Gegenstand andauernder Bewunderung. &quot;. Uff! Wenn denn einer &#252;brig geblieben ist, dann ist's Kuba!&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1595 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ed056de8970b.jpg&quot; title='JPEG - 236.5 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L200xH296/6a00d83452081969e20133ed056de8970b-200wird-f4387.jpg' width='200' height='296' alt='JPEG - 236.5 kB' style='height:296px;width:200px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Am selben Tag ehrte man in Spanien Juan Antonio Samaranch, den treuen Diener des olympischen Gedankens, der in seinem 90ten Lebensjahr gestorben ist. Tremoli der Stimmen oder vielmehr der Titel.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&quot;Adieu dem gro&#223;en Champion des modernen Olympia&quot; gr&#252;&#223;t ihn El Pais, ein Blatt das sonst wenig Neigung zeigt, alte Francoanh&#228;nger zu ehren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&quot;Dieser gro&#223;e Vision&#228;r und universeller Lenker&quot;, dieser &quot; geniale Geopolitiker&quot; war jedenfalls auch ein W&#252;rdentr&#228;ger des Caudillo. Eine wenig schmackhafte Vergangenheit, deren Erw&#228;hnung er verabscheute.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Man musste an dem Tag schon die Webseite Rue 89 aufsuchen, wollte man eine nichtautorisierte Biographie dieser, je nach Gesichtswinkel, sympatischen oder abscheulichen Pers&#246;nlichkeit lesen.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1597 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ed056e66970b.jpg&quot; title='JPEG - 294.7 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L200xH239/6a00d83452081969e20133ed056e66970b-200wile-53d0f.jpg' width='200' height='239' alt='JPEG - 294.7 kB' style='height:239px;width:200px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Derweil beschimpften sich weidlich die Richter des obersten spanischen Gerichtshofs und der Richter Garzon: Jene bezichtigten diesen der Prevaricatio, d.i. der Amtsplichtverletzung, des Amtsmissbrauchs, w&#228;hrend dieser jene geheime Hauptberater der Phalange (der francistischen extremen Rechten) nannte. Der ber&#252;hmte Richter Garzon (nicht zuletzt ber&#252;hmt wegen des Verfahrens gegen den General Pinochet) l&#228;uft Gefahr seines Postens in der Audiencia nacionale, der obersten Strafinstanz Spaniens, den er seit 22 Jahren innehat, enthoben zu werden. Just weil er es gewagt hat, Ausschreitungen des Francoregimes (114 000 Opfer) zu verfolgen und versucht hat, sie neuerlich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzustufen.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1599 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20134803515c4970c.jpg&quot; title='JPEG - 97.9 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L111xH150/6a00d83452081969e20134803515c4970c-b3493-2a3cf.jpg' width='111' height='150' alt='JPEG - 97.9 kB' style='height:150px;width:111px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Trotz R&#252;ckkehr zur Demokratie und Eintritt in die Europ&#228;ische Union liegt &#252;ber den vier Jahrzehnten des spanischen Faschismus ein bleiernes Gewicht. Richter Garzon hat Massengr&#228;ber &#246;ffnen lassen, hat Archive ausgegraben, Zeugen vernommen, alles dies, um das kollektive Leid zu &#252;berwinden, vielleicht auch, um zwei bisher sich unvereinbar gegen&#252;berstehende L&#228;nder in einem Land mit einander zu vers&#246;hnen. Die Gegner von Balthazar Garzon h&#246;ren nicht auf ihn juristisch zu attackieren, damit er seine Nachforschungen einstellt, aber zehntausende seiner Anh&#228;nger gehen zu seiner Verteidigung auf die Stra&#223;e.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Richter werden ihre Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen treffen. Und wie jeder wei&#223;, ist die Justiz in ganz Europa unabh&#228;ngig!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;W&#228;hrenddessen haben die Russen von heute, die der Vers&#246;hnung mit Europa und mit Polen, eine symbolische Handlung vollzogen. Dmitri Medwedjew hat tats&#228;chlich verk&#252;ndet, dass die Archive der Massaker von Katyn ins Internet gestellt wurden, das hei&#223;t, soweit sie nicht mehr der Geheimhaltung unterliegen. Immerhin ein Anfang. Nur sind sie gegenw&#228;rtig leider, vielleicht wegen zu gro&#223;en Andrangs, f&#252;r gew&#246;hnliche Sterbliche unzug&#228;nglich.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
					</content:encoded>
			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
		</item>
	
		<item>
			<title>Baikal-Amur-Rio de la Plata, Direktverbindung ohne Zwischenstop</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Baikal-Amur-Rio-de-la-Plata</link>
			<dc:date>2010-04-22T20:43:02Z</dc:date>
			<description>Es ist f&#252;nf Jahre her: man hatte mir &quot;Siberienne&quot; (deutscher Titel: &quot;Die Dolmetscherin&quot; d.&#220;.) geschenkt, einen Roman des Kubaners Jesus Diaz. Eine entz&#252;ckende Geschichte vom Anfang der 70er Jahre, ein kubanischer Journalist, 25 Jahre alt, schwarz und jungfr&#228;ulich, terrorisiert von Flugangst, wird zum gro&#223;en Bruder, der Sowjetunion, geschickt, zwecks Reportage vom Bau der Eisenbahnlinie, die den Baikalsee mit dem Amurstrom verbindet. Aber wie alle Liebesgeschichten (Wortspiel: im (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1581 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ecd5df9d970b.jpg&quot; title='JPEG - 35.2 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH330/6a00d83452081969e20133ecd5df9d970b-500wima-66ca3.jpg' width='500' height='330' alt='JPEG - 35.2 kB' style='height:330px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Es ist f&#252;nf Jahre her: man hatte mir &quot;Siberienne&quot; (deutscher Titel: &quot;Die Dolmetscherin&quot; d.&#220;.) geschenkt, einen Roman des Kubaners Jesus Diaz. Eine entz&#252;ckende Geschichte vom Anfang der 70er Jahre, ein kubanischer Journalist, 25 Jahre alt, schwarz und jungfr&#228;ulich, terrorisiert von Flugangst, wird zum gro&#223;en Bruder, der Sowjetunion, geschickt, zwecks Reportage vom Bau der Eisenbahnlinie, die den Baikalsee mit dem Amurstrom verbindet. Aber wie alle Liebesgeschichten (Wortspiel: im franz&#246;sischen amour, sprich Amur,- die Liebe d.&#220;.), nimmt auch diese ein b&#246;ses Ende. Ein sehr b&#246;ses.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es ist fast zwanzig Jahre her: ich reiste zum ersten Mal nach Russland, im letzten Jahr der Sowjetunion. Ich wohnte bei Anna B. einer passionierten, fr&#246;hlichen Ozeanografin, Mitglied einer &#214;kologengruppe im embryonalen Stadium, die sich abm&#252;hte, ihre Stimme zu Geh&#246;r zu bringen. Eine ihrer diesbez&#252;glichen Methoden bestand darin, kleine Gruppen ausl&#228;ndischer Journalisten mit den verheerenden Wirkungen der Verschmutzung des Baikalsees zu konfrontieren. Als tapfere Soldatin vollbrachte Anna mehrere Male im Jahr diese Reise in die Verzweiflung.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im gleichen Jahr 1991 reiste ich im Rahmen einer &quot;historisch-literarischen&quot; Recherche mit dem Transsibierienexpress bis nach Krasnojarsk, der Stadt der roten T&#228;ler, letzte Station vor Irkutsk und dem Baikalsee. Der Jenissei, den die sch&#246;ne Angara mit dem Baikalsee verbindet, verschlug mir mit seiner Breite und Kraft die Sprache. Man erz&#228;hlte, dass sich im Sommer mutige Leute in die Fluten werfen und Kilometerweit von der Str&#246;mung tragen lassen. um dann erfrischt wieder auszusteigen.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1583 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ecd5e00d970b.jpg&quot; title='JPEG - 64.1 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH377/6a00d83452081969e20133ecd5e00d970b-250wirb-9e60e.jpg' width='250' height='377' alt='JPEG - 64.1 kB' style='height:377px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Beim Lesen in einer der letzten Ausgaben der Novaja Gazeta, der Zeitung einer anderen Anna, der herrlichen Politkowskaja, musste ich an Anna denken, an die Sib&#233;rienne, an den Jenissei. Auf der Titelseite war ein sch&#228;umendes, brodelndes Wasser zu sehen und zu lesen stand der Titel &quot;Baikal, ein Foto zur Erinnerung&quot; mit dem Untertitel &quot;Bald wird hier alles tot sein&quot;. Folgte ein langer und sch&#246;ner Artikel des Korrespondenten in Krasnojarsk, Alexei Tarassov: noch einmal ein kleines alarmierendes Hagelkorn im Ozean der Gleichg&#252;ltigkeit. Der Journalist beschreibt die Magie dieses gigantischen S&#252;&#223;wasserreservoirs (ein F&#252;nftel der Reserven des Planeten, wobei ein Sechstel unserer Bev&#246;lkerung unter Wassermangel leidet) und die Verschmutzung in gro&#223;em Ausma&#223; durch die Zellulosefabriken, die das Wasser abpumpen und verdreckt wieder einleiten. Seine Anklage richtet sich unmittelbar an Premierminister Putin, der dem Papiermasse-Produktionskonsortium BZBK per Dekret erlaubte, die Abw&#228;sser in den See zu leiten. &quot;Russland hat nicht nur seine heiligen Ikonen. Auch der Baikalsee ist heilig. Und der Premierminister hat ihn entweiht. Man braucht sich nicht zu wundern, wenn die Anwohner, gefragt, wer der Hauptfeind Sibiriens sei, mehrheitlich Wladimir Putin als solchen bezeichnen.&quot;&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1585 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013480060ad6970c.jpg&quot; title='JPEG - 91.1 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L250xH372/6a00d83452081969e2013480060ad6970c-250wilc-cdf04.jpg' width='250' height='372' alt='JPEG - 91.1 kB' style='height:372px;width:250px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Am anderen Ende der Welt erstreckt sich der Rio de la Plata zwischen Uruguay und Argentinien. 2006 hat sich eine brandneue Papiermassefabrik mit dem h&#252;bschen Namen Botnia am Uruguayischen Ufer des &quot;silbernen Stroms&quot; etabliert und verbreitet ihre stinkenden Fluten bis ans ferne argentinische Ufer. Die Regierung in Buenos Aires hat vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag Klage erhoben und seit drei Jahren besetzen Demonstranten Tag und Nacht die Hauptbr&#252;cke, die die beiden L&#228;nder miteinander verbindet und blockieren damit eine der gro&#223;en Verkehrsadern Lateinamerikas.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Gestern hat das Gericht vor den vollz&#228;hlig anwesenden Diplomaten beider L&#228;nder sein Urteil verk&#252;ndet. Zwei antrengende Lesesstunden einer Entscheidung, weder Fisch noch Fleisch, eine Mehrheit von elf Stimmen gegen drei. Stunden, die vom &#246;ffentlichen Fernsehen Argentiniens direkt&#252;bertragen wurden (mitten in der Nacht, Zeitverschiebung verpflichtet): Die Firma hat den Naturschutzstatus des Stroms verletzt, darf aber weiter ihre j&#228;hrliche Million Tonnen Zellulose verarbeiten, also weiter verschmutzen. Aber sie muss ihre Nachbarn besser &#252;ber die Verschmutzung informieren und Uruguay verpflichtet sich, weitere, &#228;hnliche Projekte einzufrieren. Das Gericht kommt zu dem Schlu&#223;: &quot;Gestank ist kein Delikt und die Schlie&#223;ung von Botnia w&#228;re eine unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Reparationsleistung&quot;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Regierungsvertreter sind zufrieden, Hand in Hand, wieder abgereist, w&#228;hrend die Umweltdemonstranten auf der Br&#252;cke vor Wut in die Luft gehen. Die argentische Tageszeitung Pagina 12 resumiert das ganze mit der lapidaren Schlagzeile: &quot;Uruguay hat das Abkommen verletzt. Die Fabrik l&#228;uft weiter.&quot;
Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen...&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_1587 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e2013480060b91970c.jpg&quot; title='JPEG - 127.3 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH331/6a00d83452081969e2013480060b91970c-500wimf-0e614.jpg' width='500' height='331' alt='JPEG - 127.3 kB' style='height:331px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
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			<title>Sternenregen</title>
			<link>http://www.lequichote.info/?Sternenregen</link>
			<dc:date>2010-04-20T20:34:57Z</dc:date>
			<description>Schweizerische und schottische Astronomen haben etwas beruhigendes entdeckt. Auch manche Sterne wollen sich nicht in die gleiche Richtung bewegen, wie die gro&#223;e Masse! Doch die Mitteilung der Europ&#228;ischen S&#252;dsternwarte bleibt ein wenig mysteri&#246;s und die Erkl&#228;rungen der Temps helfen uns auch nicht weiter... &quot;Heute wurde die Entdeckung von neun neuen Planetendurchg&#228;ngen bekanntgegeben. In Verbindung mit fr&#252;heren Beobachtungen von Exoplaneten (Planeten in anderen Sonnensystemen d.&#220;.) kamen die (...)</description>
			 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_1573 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ecae2220970b.jpg&quot; title='JPEG - 123 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L500xH308/6a00d83452081969e20133ecae2220970b-500wima-927f6.jpg' width='500' height='308' alt='JPEG - 123 kB' style='height:308px;width:500px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Schweizerische und schottische Astronomen haben etwas beruhigendes entdeckt. Auch manche Sterne wollen sich nicht in die gleiche Richtung bewegen, wie die gro&#223;e Masse! Doch die Mitteilung der Europ&#228;ischen S&#252;dsternwarte bleibt ein wenig mysteri&#246;s und die Erkl&#228;rungen der Temps helfen uns auch nicht weiter... &quot;Heute wurde die Entdeckung von neun neuen Planetendurchg&#228;ngen bekanntgegeben. In Verbindung mit fr&#252;heren Beobachtungen von Exoplaneten (Planeten in anderen Sonnensystemen d.&#220;.) kamen die Astronomen zu dem f&#252;r sie &#252;berraschenden Resultat, dass sechs Exoplaneten (aus einem gr&#246;&#223;eren Sample von 27) den entgegengesetzen Umlaufsinn ihrer &quot;Sonne&quot; aufweisen, also genau das Gegenteil unseres Sonnensystems darstellen. Diese Neuentdeckungen zwingen die Astronomen ganz unerwartet, die bisherigen Planetenbildungsmodelle ernstlich in Frage zu stellen. Sie f&#252;hren auch zu der Annahme, das Systeme mit hei&#223;en Exoplaneten vom Typ Jupiter wahrscheinlich keine Planeten wie unsere Erde aufweisen.&quot;&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1575 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ecae2286970b.jpg&quot; title='JPEG - 96.9 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L320xH226/6a00d83452081969e20133ecae2286970b-320wilb-97a27.jpg' width='320' height='226' alt='JPEG - 96.9 kB' style='height:226px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Also gew&#246;hnlich marschieren die Planeten einer nach dem anderen um ihren Stern, im gleichen Sinn, wie dieser sich dreht, ganz wie am Hof Ludwig des 14ten. Und da beschlie&#223;en kleine Naseweise, von ihren Entdeckern als Zur&#252;ckgebliebene bezeichnet und irgendwie aus Eis und Fels geboren, sich andersherum zu bewegen und das sehr langsam, nur um die anderen zu &#228;rgern. Die Rebellion bleibt recht bescheiden, denn sie h&#228;ngen wie angeklebt an ihrem bewunderten und geliebten Stern. Man kann nur darauf warten, dass sie sich in einer gro&#223;en kosmischen Explosion abl&#246;sen. Denn wenn sie das nicht tun, ist eine der Hypothesen die die Wissenschaftler in aller Ruhe vortragen, ziemlich erschreckend: &quot;Eine spektaku&#228;re Folge (der umgekehrten Bewegungsrichtung) w&#228;re, dass sie Planeten wie die Erde ausl&#246;schen.&quot;&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1577 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e20133ecae2aca970b.jpg&quot; title='JPEG - 158.2 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L200xH193/6a00d83452081969e20133ecae2aca970b-200wirc-b8d95.jpg' width='200' height='193' alt='JPEG - 158.2 kB' style='height:193px;width:200px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Im November 2007 - darauf habe ich schon einmal hingewiesen - haben die Kanadier angek&#252;ndigt, dass der magnetische Nordpol langsam aber sicher auf die andere Seite des geographischen Pols wandert, was unsere Welt ganz durcheinander bringe und zu Katastrophen f&#252;hre.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im &#220;brigen braucht man nur den Irish Examiner zu lesen um sich zu sagen, dass nicht nur die Sternenwelt Kopf steht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Bei einer Hundemodeschau in New York haben Menschen Jake vorgestellt, einen Yorkshireterrier ( f&#252;r seine Bewunderer wohl auch Schmetterlingshund) im Militarylook!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Fehlte nur die Maschinenpistole am Schultergurt. Der Outfit brachte die Damen der Hautevol&#233;e, die ihren treuen Begleiter zu kleiden gekommen waren, ganz aus dem H&#228;uschen.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_1579 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lequichote.info/IMG/jpg/6a00d83452081969e201347fde12e1970c.jpg&quot; title='JPEG - 67 kB' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lequichote.info/local/cache-vignettes/L300xH418/6a00d83452081969e201347fde12e1970c-300wilf-fea22.jpg' width='300' height='418' alt='JPEG - 67 kB' style='height:418px;width:300px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Auch in Br&#252;ssel sieht man Sterne und 36 Kerzen am hellichten Tag, egal ob Flame oder Wallone oder ... Belgier (Belgier ist, wer keiner der beiden Kategorien angeh&#246;rt). Seit zwei Tagen regt sich die Presse bei unseren Nachbarn mit immer aggressiveren Schlagzeilen mehr und mehr auf: &quot;Gewaltwelle in Br&#252;ssel&quot;, &quot;Muss man in Br&#252;ssel Angst haben?&quot;, &quot;Schwarzer Montag&quot;, &quot;Die neuen Maffien&quot;, und sogar &quot;Juwelier vorm Schwurgericht, weil er geschossen hat?&quot; auf der Titelseite von De Morgen. Wobei der plakative Titel ausl&#228;sst, dass der, auf den der bestohlene Kaufmann geschossen hat, starb als er ihm den R&#252;cken zukehrte und weglief. Es geht um die maffi&#246;sen Banden aus Estland und anderen Ostl&#228;ndern, die in die europ&#228;ische Hauptstadt einfallen und dort prompt ihr Unwesen treiben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In einer Wochen gab es zwei Einbr&#252;che: viel f&#252;r die Gesch&#228;digten, aber zu wenig, um &#252;berall in Europa schwelende, fremdenfeindliche Stimmungen anzufachen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Erinnern wir unsere brandstiftenden Kolleginnen und Kollegen und Politiker daran, dass eine offen antisemitische und anti-Roma Partei ins ungarische Parlament eingezogen ist. Wie w&#228;rs, wenn wir, wie die hei&#223;en Jupiters, andersherum marschieren w&#252;rden?&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
					
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			<dc:creator>(Sylvie Braibant)</dc:creator>
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